Clemens Tremmel

Malerei

 

5. September bis 10. Oktober 2020

im Schloss Detmold 

 

Clemens Tremmel, geb. 1988 in Eisenhüttenstadt, lebt und arbeitet in Leipzig. Er studierte von 2008 bis 2014 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und war von 2014 bis 2016 Meisterschüler bei Prof. Ralf Kerbach. 2013 erhielt er den Caspar-David-Friedrich Preis und ein Stipendium der BAT Campus Galerie, Bayreuth, 2014 das Hegenbarth- Stipendium. 2018 folgte ein Förderankauf durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

 

Tremmels Landschaften erscheinen zunächst im Duktus historischer präziser wie großräumiger Malweise samt ihrer Symbolik als Ort der Sehnsucht und Vollkommenheit. Die komplexe romantische Weltordnung als Universalpoesie wird von Tremmel beherrscht, dann treffsicher schmerzhaft zerstört durch rabiate Schnitte, Leerstellen, oder Versetzungen gegeneinander. Durch Übermalen, Überblenden und Vernebeln von Bildteilen löscht er das pathetische Panorama und zeigt bildhaft auf Defizite. „Clemens Tremmel hat einen Landschaftsbegriff gefunden, der Natur als Rohzustand und Urmaterie erfahrbar macht und eine Bildsprache für ihr endloses Werden, Vergehen und Neuschöpfen entwickelt. […] Es sind Abbildungen in malerischer Perfektion, teils altmeisterlich, teils gestisch wild, sie haben die rebellischen Akzente, die Tremmel als Ausdruck seiner Erfahrung unerlässlich sind,“ schreibt Tina Simon (aus: Clemens Tremmel, elementar, 2018).

 

Eröffnung am 5. September um 11.30 Uhr

Einführung: Prof. Dr. Dietmar Rübel

 

Weitere Infos

www.reitergalleries.com