Bernhard Nürnberger

Physiognomische Fragmente

 

26. April bis 31. Mai 2020

im Schloss Detmold

 

 

Bernhard Nürnberger, Jahrgang 1943, lebt und arbeitet in Berlin und in der Uckermark. Er studierte Kunstpädagogik an der Hochschule für bildende Künste Berlin, war Meisterschüler für Malerei bei Ludwig Gabriel Schrieber.



Die Gesichtszüge, die Nürnberger seinen physiognomischen Fragmenten verleiht, nehmen zum Teil einen geradezu skurrilen Charakter an: Mit diesen Arbeiten stellt er sich in die lange Traditionslinie einer Kunst der Anti-Klassik und der Groteske. „Was jedoch den Unterschied zu diesen Vorläufen ausmacht“, sagt der Kunsthistoriker Christoph Poche, „ist das gleichrangige Nebeneinander der Ästhetik des künstlerischen Erzählens und der Ästhetik des Materials – was Nürnberger dem Material erlaubt, ist, nicht nur zu dienen, sondern selbst zu sprechen, und zwar, seine eigene unabhängige Geschichte zu erzählen – so dass wir als Betrachter zu etwas genötigt werden, was man bezeichnen könnte als ein inneres Oszillieren, ein Hin- und Herwechseln zwischen den Ebenen der Betrachtung – und dieses Oszillieren kann uns nahe legen, zu einer neuen Art der Wertschätzung zu finden für das Unfertige, für den Fehler, für die Unvollkommenheit – und dabei das eigentlich Vollkommene auch in diesen Aspekten der Wirklichkeit zu
 erkennen.“

 

Eröffnung am 26. April um 11.30 Uhr

Einführung: Michael Barthel

 

Weitere Infos

http://www.galerie-imaginaire.de